Zurück aus Oberstdorf

Einige sehr abwechslungsreiche Tage in Oberstdorf sind nun leider endgültig vorbei! Über den Stickkurs bei Frau Baumgartner – und was ich dort an Inspirationen bekommen habe – werde ich in den nächsten Tagen ausführlich berichten.

Von der anschließenden Urlaubswoche mit meinem dazugestoßenen Göga nur soviel: Unser ehrgeiziges Wanderprogramm wurde durch das wechselhafte Wetter stark beschnitten. Auf zwei schöne warme Tage folgte am Sonntag ein heftiges Unwetter. Vom trockenen Hotelzimmer aus konnten wir bei Blitz und Donner beobachten, wie der Himmel seine Schleusen öffnete:

Unwetter
Heftiges Unwetter am Sonntagnachmittag

Was für uns nur ein verlorener Urlaubstag war, entwickelte sich für viele Oberstdorfer zu einer Katastrophe. Der anhaltende heftige Regen löste eine Mure aus, die sich mit Schlamm und Geröll in ein Wohngebiet am Ortsrand wälzte. Die Anwohner wurden evakuiert, weil einige Häuser einsturzgefährdet waren. Den ganzen Abend hörten wir die Sirenen von Feuerwehr und Polizei und sahen die Einsatzwagen der Rettungskräfte durch den Ort fahren. Unter den Urlaubern war die Schlammlawine in den Folgetagen natürlich das Gesprächsthema Nummer 1. Gottseidank waren die allermeisten vernünftig genug, ihre Betroffenheit dadurch zu bekunden, dass sie dem Unglücksort fernblieben und die schwer schuftenden Helfer nicht durch ihre Anwesenheit störten (daher hier kein Schlamm-Foto!).

So sah es im weiteren Verlauf der Woche aus:

Juniwetter
Tiefhängende Wolken und sinkende Temperaturen bescherten uns einige geruhsame Tage.

Schlechtes Wetter? Gibt’s nicht, allenfalls die falsche Beschäftigung. Glücklicherweise hatte ich ja mein Stickzeug dabei, so dass ich dem Regen wenn schon nicht den Schirm, so doch wenigstens die Nadel trotzig entgegenstrecken konnte. Überdies haben wir uns wunderbar mit Apfelstrudel, Kaiserschmarrn, Forelle Müllerin und ähnlichen Köstlichkeiten getröstet. Fazit: Trotz fehlenden Sonnenscheins war es für uns eine schöne und produktive Woche!